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Donnerstag, 16. Juli 2015

[Sommerlektüre] Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke

Jepp, genau. Ich weiß, was du jetzt denkst: Oh mann, schon wieder so ein hübsches Buch mit einem Scherenschnitt-Apfelbaum auf dem Cover und einer dramatisch-philosophisch angehauchten Familientragödie/Liebesgeschichte mit Hindernissen zwischen den Buchdeckeln. Stimmt's?
Nein, stimmt nicht! »Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke« ist vieles. Verstörend. Komisch. Traurig. Verwirrend. Skurril. Leidenschaftlich. Witzig. Klug. Nachdenklich. Aber garantiert nicht seifenblasenplatt.

 via amazon

Worum's geht?
Die Cookes sind (oder waren's mal) eine ganz normale Familie. Solange bis Rosemarys Schwester Fern und gleichzeitig auch ihre einzige Freundin verschwindet, als sie sechs Jahre alt ist. Die Familie zerbricht, die Mutter depressiv, der Bruder läuft davon und verschwindet im Untergrund. Tragisch und nichts Neues in der Bücherwelt. Aber dann erzählt Rosemary die Geschichte von der Mitte über den Anfang bis zum Ende - und es kommt so einiges über ihre Schwester ans Tageslicht - die war nämlich eine kleine Schimpansin.

Klingt abgefahren? War es auch.
Durchs erste Drittel hab ich mich gequält. Wusste nicht so recht, was ich mit der schleppenden Story anfangen sollte, das gebe ich zu. Bis dann herauskommt, worauf die Autorin hingearbeitet hat: Nämlich auf die Enthüllung von Ferns affiger Identität.
Ab dann hat mich das Buch richtig gepackt und gar nicht mehr losgelassen. Die Geschichte der Familie Cooke wirft Fragen auf:
Sind Experimente mit Tieren wirklich ethisch vertretbar? Und wenn ja, bis zu welchem Punkt?
Und was geschieht mit den Menschen, die Teil eines solchen Forschungsexperiments sind?
Wie verändert es Menschen, wenn das Experiment Teil ihrer Kindheit ist?
Und was passiert, wenn schlussendlich alle völlig neben sich stehen?

Das Buch spricht weder Tierschützer noch verrückte Forscher ein, so tief geht's nicht. Es ist ein leises Buch, das unglaublich viele Ebenen hat, aber im Grund genommen von einer Sache erzählt:
Vom zusammen gehören und dazu gehören. 

Deswegen von mir eine absolute Leseempfehlung trotz Scherenschnitt!


 Habt ihr das Buch schon gelesen?
Oder kennt ihr es?



EN
I know what you are thinking: Oh, nice - another book with a nice paper-cut-style cover and kind of a half dramatic, half philosophical story on the inside. It's either a family tragedy or a love story with major obstacles for the lovers to overcome. Right?
No, not right.»We are all completely beside ourselves« might be a family tragedy. It might be confusing. Weird. Sad. Upsetting. Funny. Smart. Passionate. Thoughtful. It might be all of these, but it is not a dull story.

 via amazon

So what is it about?
The Cooke's are (or have been) a completely normal family. But then Rosemary's sister Fern disappears when she is six years old. The  family breaks apart: The mother gets a depression, Rosemary who used to be a little blabbermouth turns silent and her brother runs away and is gone for years. This is tragic - and nothing new for belletristic novels. 
But then the storyline changes. Rosemary wants to tell it all - the whole story about her sisters' disappearance. She starts in the middle, moves to the beginning and finally to the end. And at one point, it turns out: Rosemary's sister is a chimpanzee girl.

Sounds crazy? Well, it actually is.
The first third of the book was hard. Kind of like a green smoothie - you swallow it, because you know it's good for you. I didn't know where the story was leading and it was kind of boring. But then it turns out where the story is leading: Hello there, monkey girl!

After Ferns' identity has been released, I was hooked. The Cookes' story asks questions:
Are experiments with animals ethical at all? And if they are, where do we stop?
And what happens to the people involved in animal experiments?
What if one of these animals is part of your family?
And what happens if everybody is just completely beside thereselves in the end?

The book is not adressing animal right activists or crazy researchers. It is not that deep. It is a quiet book with a lot of layers. But most of all, the story is about one thing:
About belonging together and belonging somewhere.

I totally recommend this book - despite the paper-cut-style cover!

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Mittwoch, 1. April 2015

[Favorites] Reiselektüre für Dramatiker, Ungeduldige und Heimatverliebte

Wenn man unterwegs ist, dann hat das lange Zug, Bus oder Auto fahren oft zumindest einen Vorteil:
1. man kann ungeniert Jogginghosen und eine Blogger-Knolle tragen.
2. man hat endlich mal wieder Zeit zum Lesen.

Ich bin unterwegs ein großer Fan diverser Zeitschriften und da auch nicht besonders wählerisch (hallo, Gala und OK!). Wenn es dann aber doch ein bisschen anspruchsvoller sein soll, greife ich zum Buch.
Am besten soll's mich auch schon ein bisschen in Reisestimmung bringen. Je nachdem ob's eher ein Kurztrip ist, oder meine Stimmung eher locker-flockig oder doch ein bisschen launig ist, muss natürlich eine andere Lektüre her. Damit euch die Wahl nicht so schwer fällt, hab ich euch mal für jede Gemütlage eine raus gesucht.

 Bücher: via amazon

1. Für Kurztrips: Anna Gavalda - Ich wünsche mir, dass irgendwo jemand auf mich wartet.
Die Erzählungen sind meist nur ein paar Seiten lang - perfekt für eine kurze Zugfahrt. Es sind Geschichten wie das Leben selbst - mal zärtlich, mal traurig, mal überraschend, mal erschreckend. Aber dabei immer real. Anna Gavalda beweist riesen Einfühlvermögen in die Gedanken- und Gefühlswelt ihrer Protagonisten und hat einen einmaligen Schreibstil.
Mein Fazit: Melancholisch-leicht wie ein Film mit Audrey Tautou. Muss man einfach mögen.

2. Für Dramatiker: Luca Di Fulvio - Der Junge, der Träume schenkte.
Dramatiker ist vielleicht das falsche Wort, denn das Buch ist weit weg vom üblichen Kitsch und Drama. Die Geschichte beginnt brutal - eine Brutalität, die aber entscheiden ist für ihren ganzen restlichen Verlauf und die der Erzählung zum Glück nicht den Zauber nimmt.
Natale, als kleines Baby mit seiner Mutter in die Staaten eingewandert, muss wählen zwischen einem ehrlichen Leben in Armut und Elend oder dem Wohlstand, den die Kriminalität auf der Lower East Side bieten kann. Nur wer über ausreichend Robustheit und Durchsetzungskraft verfügt, kann sich hier behaupten. Und auch Natale, dem ein ganz besonderes Charisma zu eigen ist, muss sich beweisen... (adaptiert von Amazon.)
Mein Fazit: Natale hat nicht nur die Lower East Side verzaubert mit seinem Charme, sondern auch mich.

3. Für Scherzkekse und Heimatliebhaber: Rita Falk - Zwetschgendatischkomplott.
Ja mei, warum in die Ferne schweifen, wenn die Knödeln und der Zwetschgendatschi von der Oma doch so nah sind? Manchmal, da zieht's uns gar nicht recht raus, aus der schönen Heimat und da kommt der Eberhofer gerade richtig. Der Niederkaltenkirchener Kommissar ist nämlich fest verwurzelt in seiner bayerischen Heimat. Und weiter als nach München zieht's ihn eigentlich nicht. Es sei denn natürlich, wenn's um Mord und Totschlag geht - zum Beispiel im einen Fall im Münchener Rotlichtviertel, wo ausgerechnet während der Wiesn tote Prostituierte gefunden werden...
Mein Fazit: Für jeden, der mit trockenem Humor und bayerischer Mundart was anfangen kann. Rita Falk bringt mich jedes Mal zum lachen.


So, das war's derweil mit meinen Tipps für die Reiselektüre.
Und was landet bei euch in den Osterferien auf der Leseliste?

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Mittwoch, 7. Januar 2015

New Year's Reading List.

Eigentlich sollte man ja öfter mal Zeitung zu lesen. Die Nachrichten ankucken. Sich bilden, um im Small Talk nicht immer doof da zu stehen und die letzte Ehekrise aus der Closer zu zitieren. Das wirkt einfach immer eher RTLII als ZDF - und der erste Eindruck einer smarten, gebildeten möglichen Paarungsgenossin mit fabelhaften Genen ist auf ewig zerstört. 

Wem der Wirtschaftsteil der Zeitung allerdings halt doch zu trocken ist, für den hab ich gute Neuigkeiten. Es muss nicht die Süddeutsche sein - Lesen allgemein bildet ja auch. Gut, solang es nicht 50 Shades of Grey oder Abhandlungen über sonstige Typen mit einem leichten Schatten sind.
Und für alle die (wie ich) eben mit dem heutigen Börsenkurs einfach doch nicht so viel anzufangen wissen, hab ich hier eine kleiner Alternativ-Leseliste zusammen gestellt. Diese öl- und zusatzstoff-freie Zusammenstellung ruft keine Allergieerscheinungen hervor und bereitet euch auf härteres Lesematerial vor. Versprochen.


Der Alchimist - Paulo Coelho
Für jeden, der mal gerne eloquent und über die höheren und wichtigeren Dinge im Leben parlieren möchte (Danke Prinz Pi für die Hilfe bei der Wortwahl) und sich nebenbei gern ein paar Gedanken über eigene Ziele und Träume machen will. 

Ein Moment fürs Leben - Cecilia Ahern
Perfekte Lektüre für den Start ins neue Jahr. Lucys Leben ist ein echtes Ekel - weil sie es die ganzen Jahre über ziemlich mies behandelt hat. Gut, dass die beiden jetzt endlich Hand in Hand arbeiten, um alles ein bisschen umzukrempeln. Und bei euch? Müsste da auch mal entrümpelt und das Leben gestreichelt werden?

Ein geschenkter Tag - Anna Gavalda
Herzerwärmende Geschwisterliebe. Sarkasmus. Ein Roadtrip. Alles was ne Kurznovelle eben so braucht. Wie übrigens alles, was Anna Gavalda jemals produziert hat. 

Rupien! Rupien! - Vikas Swarup 
Noch so was für den Start ins neue Jahr. Es gibt eben doch die kleinen Wunder (oder in dem Fall eher große). Außerdem kann jeder, der's gelesen hat im Gespräch über Oscar-prämierte Filme angeben: Ach...das Buch war viel besser. 

Der kleine Prinz - Antoine de Saint Exupéry
Ein Buch über Freundschaft und Liebe zu lesen und über das Leid und die Aufopferung die damit einhergeht hat noch keinem geschadet. Plus: Man kann danach so schön mit weisen Zitaten um sich werfen.

War da was für euch dabei?
Habt ihr eine Reading List fürs neue Jahr?

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Sonntag, 7. Dezember 2014

[Das Wort zum Sonntag] Save the books - keep reading!

Ich war früher ein richtiger kleiner Bücherwurm.

Pippi Langstrumpf? Klar, kannte ich die. Das Buch sogar vor dem Film.
Die 3 Fragezeichen? Habe ich nicht angehört, sondern Zeile um Zeile verschlungen.
Twilight? Durchgehabt, bevor der Hype angebrochen ist.
Der neue Dan Brown? Gelesen, bevor die erste Zeitung eine Kritik darüber geschrieben hat.



Und jetzt?
Jetzt stapeln sich die Bücher bei mir manchmal monatelang, bevor ich dazu komme, sie aufzuschlagen.
"Der Hunderjährige" diente bei mir als Abstellfläche für Schüsseln voller Studentenfutter und leere Kaffeetassen, "Der große Gatsby" macht sich einfach gut im Regal und auf "Er ist wieder da" parken zwecks Platzmangel meine Sommer-Highheels. Dank der unglaublich unterhaltsamen Hörbuchausgabe mit der Stimme von Christoph Maria Herbst habe ich beim Abspülen und Putzen neulich wenigstens Kapitel 1 und 2 geschafft. Ganz, ohne auch nur eine Seite aufschlagen zu müssen.

Die Seiten verstauben, während ich lieber im Harvard Business Review über der Frage schmökere, ob Frauen der treibende Motor in Entwicklungländern sein könnten (möchte an dieser Stelle irgendjemand einen Tipp zum Thema meiner Bachelorarbeit abgeben?) und wenn ich mit Sylvia Ann Hewlett endlich durch bin, dann fehlt mir einfach der Nerv, mich dem nächsten Buchstabensalat zu widmen.
Stattdessen gönne ich meinem Hirn bei Sitcoms und Serien eine Auszeit - und der Hundertjährige dümpelt seinem nächsten einsamen runden Geburtstag in meinem Regal entgegen.



Und deswegen rufe ich heute, am 2. Advent, zu ein bisschen mehr Besinnlichkeit auf:
Der Fernseher bleibt heute aus! Nehmt euch ein gutes Buch, macht euch eine Tasse heißen Tee oder Kakao (ich bin momentan süchtig nach grünem Rooibos) und lasst euch an der Hand nehmen und in eine Welt zwischen den Zeilen entführen!

Was lest ihr grade? 
Ich freue mich immer über Tipps! :)

Quellen: 1, 2, 3




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Mittwoch, 6. August 2014

[Bookworm Post] 5 all time Favorites.

Es gibt im Sommer unglaublich viele Möglichkeiten, endlich mal wieder ein gutes Buch zu verschlingen. Einen gemütlichen Nachmittag am Badesee mit den Mädels. Einen lauen Abend mit einem guten Glas Weißweinschorle auf dem Balkon. Prüfungs-Prokrastination. Einen Urlaub am Strand.

Sommerzeit ist für mich definitiv Lesezeit. Und während ich noch auf der Suche nach neuen Lieblingen für meinen Bücherschrank bin (andere kaufen Schuhe, ich kaufe ähm... beides) will ich euch für ein paar müßige Sommerstunden mal meine 5 Lieblingsbücher ans Herz legen - zum immer wieder lesen und drüber freuen!


 
Helen Fielding - Hummer zum Dinner
Rosie Richardsons Affäre mit dem Fernsehmoderator Oliver Marchant ist nur von kurzer Dauer, denn Oliver kennt in Wahrheit nur eine Leidenschaft: sein eigenes Ego. Rosie zieht sich aus der Welt der High Society zurück, um ein Flüchtlingscamp in Afrika zu leiten. Als eine Heuschreckenplage die Region bedroht, greift Rosie zu verzweifelten Mitteln - sie wendet sich an die Medien ... (Amazon)

Das finde ich: Witz und Ernst liegen manchmal sehr nah beeinander. Man muss nur eine gute Mitte finden, und das ist Helen Fielding definitiv gelungen.


Hera Lind - Mord an Bord
Die MS Blaublut ist ein Traumschiff. Fünf Sterne, Champagner, Kaviar und eine Reise um die Welt. Burkharda Meier, Vorstadt-Callas aus bügerlicher Ehe, soll als Sängerin an Bord das verwöhnte Publikum unterhalten. Nach kurzer Zeit verliert sie ihr Herz an ein ""Streifenhorn"": Fred Hahn, den arroganten Kreuzfahrtdirektor ... (Amazon)

Das finde ich: Leichte Strandlektüre. Bitte nicht bierernst nehmen, sondern einfach mit Humor lesen - und herzlich lachen.


David Benioff - Stadt der Diebe
Ein fesselnder Abenteuerroman und zugleich die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei jungen Männern, die eine schier unlösbare Aufgabe zu erfüllen haben: Im belagerten, ausgehungerten Leningrad sollen sie ein Dutzend Eier auftreiben ... (Amazon)

Das finde ich: weniger zum Lachen, dafür umso berührender.


Khaled Hosseini - Drachenläufer
Amir, Sohn eines wohlhabenden Paschtunen, verbindet eine enge Freundschaft mit Hassan, dem Sohn des Hausdieners. Die Jungen verbringen ihre Kindheit wie Brüder, und zu ihren Lieblingsbeschäftigungen gehört es, Drachen steigen zu lassen. Doch eines Tages begeht Amir auf furchtbare Weise Verrat an Hassan und ihre Freundschaft zerbricht ... (Amazon)

Das finde ich: Gänsehaut. Pur.


Anna Gavalda - Zusammen ist man weniger allein
Roman über eine verrückte Wohngemeinschaft am Fuß des Eiffelturms. Dort finden vier grundverschiedene Menschen zu einer vorübergehenden Wohngemeinschaft zusammen, in der sie lernen, die Tragödien des Alltags gemeinsam zu bestehen. Und dort entsteht eine Liebe, die keiner für möglich gehalten hätte, am wenigsten die, denen sie widerfährt ...  (Amazon)

Das finde ich: Nach dem Lesen fühlt sich das Leben irgendwie ein bisschen leichter an...




Wie steht's mit euch? Packt ihr euch auch immer ein Buch in die Strandtasche oder verbringt ihr entspannte Sonnenstunden lieber anders?

Und habt ihr einen guten Buchtipp für mich? Wie jeden Sommer bin ich wieder auf der Suche nach neuem Lesestoff ;)


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Dienstag, 15. April 2014

[Bookworm Post] Veronica Roth - Divergent (Deutsch: Die Bestimmung)

Schon seit ich in der 1. Klasse gelernt habe, Buchstaben zu Wörtern zusammenzusetzen, ist es eine meiner Lieblingsbeschäftigungen: Lesen.
Sonntagnachmittag mit einer Maske auf dem Gesicht, die Füße im entspannten Fußbad - und einem spannenden Buch auf dem Schoß.
Montag genervt nach dem Wocheneinkauf und dem Bodypump-Kurs mit einer Tasse Tee auf der Couch - und einem spannenden Buch auf dem Schoß.
Mittwoch, sehnsüchtiger Blick Richtung Wochenende, entspannt zurück vom Kaffeeklatsch-Date mit den Mädels - ein spannendes Buch auf dem Schoß.

Ich könnte jetzt noch ewig so weitermachen, denn wie ein guter Wein passt ein gutes Buch einfach zu jeder Situation, aber ich will euch ja auch mein momentanes Lesevergnügen nicht ewig vorenthalten! Ein Buch, das vielleicht keine Besonderheit ist, aber sich vielleicht gerade deswegen ganz gut als erster Buch-Rezensions-Post eigenet (hoffe ich zumindest mal!)
Und wenn's euch gefällt, dann kann ich euch natürlich gern noch mehr Schätze aus meinem Bücherschrank präsentieren.


Aber legen wir mal los mit Divergent - die Bestimmung von Veronica Roth. 


Kurzbeschreibung von Amazon

Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie. 
Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.
Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox (engl. Dauntless) an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht… 


Storyline

Gut, zugegeben haben wir alle inzwischen schon von den typischen "Future Fantasy"-Büchern gehört, die ja allerspätestens seit Hunger Games nicht mehr wegzudenken sind. Böse Zukunft - und die Menschen versuchen mit strikten Regeln zu retten, was noch zu retten ist.
Die Idee hinter dem Buch finde ich dabei aber gar nicht schlecht - die Menschen in Gruppe aufzuteilen, die ihren Begabungen entsprechen und die sich gegenseitig kontrollieren. Allerdings werden die verschiedenen Fraktionen nur kurz erklärt und warum sie gebildet wurden oder was überhaupt diese Entwicklung ausgelöst hat, wird nicht geklärt. Das finde ich ein wenig schade - ein bisschen Hintergrundwissen würde einen vielleicht noch mehr in die Geschichte eintauchen lassen.

Natürlich ist auch die ganze Story ein wenig vorhersehbar. Die Ich-Erzählerin Tris wird mit jeder Menge Hindernissen konfrontiert, muss sich selbst übertreffen - und findet schließlich natürlich auch die Liebe. 
Allerdings ist es trotzdem kurzweilig zu lesen und die Liebesgeschichte ist meiner Meinung nach gut in die Geschichte eingeflochten; geht nicht zu schnell und auch nicht zu langsam in Gang und die Treffen zwischen den beiden Protagonisten wirken die meiste Zeit nicht forciert herbeigeführt.

Mich mit Tris zu identifizieren fiel mir aber nicht so ganz einfach - ich bin auch einfach kein Adrenalinjunkie mit einem Hang zu kleineren Gewaltausbrüchen. 
Trotzdem ist sie ein sympathisches Mädchen und auch, wenn ich wohl nicht handeln würde wie sie, sind ihre Handlungen doch meistens gut nachvollziehbar und schlüssig. Die Form der Ich-Erzählung gibt dem ganzen meiner Meinung nach auch eine schöne persönliche Note, was auch an Veronica Roths Schreibstil liegen könnte.

Schreibstil:

Die Autorin selbst hat Creative Writing studiert und das merkt man auch.
Der Schreibstil ist schnörkellos, präzise und sehr flüssig zu lesen. Kurz gesagt: Ich war im wahrsten Sinne des Wortes auf meine Couch gefesselt. Der erste Blick auf die Uhr abends um 8, der nächste dann um halb 12.
Man kann sich mit der Storyline vielleicht nicht hundertprozentig anfreunden oder identifizieren, mitgerissen wird man aber trotzdem - spätestens ab der Mitte des Buches, wenn die Handlung fahrt aufnimmt.

Alles in allem:

Ein schöner und entspannter Lesegenuss für alle diejenigen, die kein perfekt durchdachtes, fundiert logisch erschlossenes Sci-Fi-Universum erwarten.
Die Geschichte ist zwar nichts "Neues" und erfüllt vielleicht nicht jedermanns Anspruch, aber sie enttäuscht nicht: Action, Spannung, Liebe, Trauer - das Buch hat alles, was man für einen ausgedehnten Lesenachmittag braucht.
Daher gibt's von mir eine Kaufempfehlung! :)



Kommt übrigens auch bald ins Kino und das wollte ich euch nicht vorenthalten (ja, ein schöner Rücken kann durchaus auch entzücken...haha):
Quelle: teen.com


Oh... und noch was:
Ich  sammle momentan ein paar neue Ideen für meinen Blog - wenn ihr also gerne etwas Bestimmtes lesen möchtet (zum Beispiel mehr über gute Bücher hihi) dann lasst mir doch einen Kommentar da oder schreibt mir eine Mail.
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