Freitag, 4. Januar 2013

the smart ones...

Vom Studentenleben hatte ich so meine Vorstellungen. Die schönste Zeit im Leben, schwärmen die "älteren Semester".
Man hat nichts als Party und Feiern im Kopf, in die Vorlesungen gehen nur die Loser und lernen ist Nebensache. So wird es dir verkauft - und... so ist es auch.

Aber leider ist auch hier nicht alles Gold, was glänzt. Von dieser fremden Welt angelockt, hab ich mir vorgestellt, eine dieser coolen, lässigen Studentinnen zu sein - mit einem Touch Serena van der Woodsen. Abtanzen auf den In-Parties. Endlich mal dazugehören, eine Clique haben,ein bisschen stilsicherer, ein bisschen beliebter als die graue Maus mit dem Einser-Abitur.
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 Tja, leider bin ich immer noch ein bisschen unsicher auf den Fashion-Füßen und vermeiden auch kein Feten-Fettnäpfchen, wenn sich eins in meiner Reichweite befindet. Und auch, wenn ich wirklich eine Clique hab, fest zu einer Gruppe gehöre, mit der ich mich gut verstehe, so verstehe ich mich und kenne doch nicht halb so viel Leute wie die anderen Mädels. Nicht, dass ich auf oberflächliche Freundschaften stehen würde - nein, mein Ziel habe ich erreicht: dazugehören - doch irgendwie ist es anstrengend, ständig neu vorgestellt zu werden, bei "alten Bekannten" von irgendeiner Freundin, die mich ansehen, als wäre ich bei Blitz und Donner vom Storch hereingetragen worden und sich fragen, wie zum Teufel ich es geschafft habe, drei Semester lang keinem aufzufallen.

Oh...und dann ist da natürlich trotzdem noch das lernen. Denn aller Aussagen vorhergehender Jahrgänge zum Trotz schreiben sich die Klausuren nicht alleine und da ich leider auch keineswegs zu den Menschen gehöre, denen die Dinge freundlicherweise in den Schoß fallen wie Mostäpfel vom Baum, stehe ich jedes Mal am Ende des Semester vor einem Desaster, mein Lernverhalten erinnert an eine manisch-depressive Störung und mein Kaffeekonsum gleicht sich dem einer fünfköpfigen Familie an.
Ich wäre ja gerne so eine Studentin gewesen, mit einem Hauch von Wissendurst, Verantwortungsbewusstsein und Liebe zum Lernen à la Rory Gilmore.
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 Dummerweise ist die Lernmethode à la K. eher: auf den letzten Drücker. Doch nicht nur das, auch das Interesse an den Dingen, die uns beigebracht werden sollen, lässt zu wünschen übrig. So sehr ich mich bemühe, die Dozenten sind ja doch überarbeitet und gelangweilt, die Lehrsäle überfüllt und der Stoff trocken und realitätsfern. Und zum dritten Mal frage ich mich schon, warum ich denn um Himmels willen so scharf darauf war, Prüfungen zu schreiben, die aus einer Aneinanderreihung von stur auswendig zu lernenden Aufgaben bestehen, die man sich irgendwie in den drei Wochen davor in den Kopf pressen und lange genug behalten muss.

Ach ja...vielleicht wegen dem anstehenden Saufgelage danach? Aber kann das wirklich schon alles gewesen sein?
Wann, frage ich mich, kommen auch wir nicht mehr drum herum, endlich erwachsen zu werden?

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